Text und Fotos: Harald Kottnik
Jetzt gibt´s hier auch endlich mal eine neue Folge, wir haben nämlich ein Schrauberwochenende eingelegt und sind schön weitergekommen. Ziel war es, Motor und Getriebe soweit aufzuarbeiten , dass Beides wieder mit dem Rahmen verheiratet werden konnte. Und, um es vorweg zu nehmen : wir haben es auch geschafft.
Jetzt aber im Einzelnen :
Der Motor stand ja seit der Balu-Demontage auf einem Transportwagen und wartete auf seine Frischzellenkur. So sieht´s nach 30 Jahren intensiver Pflege durch die Vorbesitzerin aus :
Aber dann gings los, hier ist das Getriebe schon demontiert. Schaltet sich problemlos und hat auch keinerlei Spiel :
Nach und nach werden alle Anbauteile demontiert, Kupplung, Anlasser, Lichtmaschine usw. usw. 
Hier ist der Motor schon fast nackich :
Von der anderen Seite :
Hier noch mal ein paar Komponenten :

Parallel beschäftigte sich Wolli mit dem Body, ein paar Löcher sind ja doch noch drin. Der Holm hinter den Sitzen ist z.B. so ein Fall - auf beiden Seiten recht angegammelt, insgesamt allerdings durchaus erhaltenswert. Zunächst gings mal im Radkasten los, auch dort haben findige japanische Konstrukteure mehrere Blechlagen aufeinandergeheftet :
Nach beherzten Schnitten kann man das Elend aufklappen : 

Hier ein Blick von innen :
Bei der Arbeit :
Und schon ist das Blech weg :
Wolli ist übrigens der Einzige, der die Sinfonie mit 3 Flexen gleichzeitig fehlerfrei spielen kann (den demontierten Handschutz übersehen wir hier mal geflissentlich ......) :
Hier die Kür. Aus meiner Sicht eine glatte 6,0 ! 
Parallel gings weiter mit dem Motor, die ersten Teile sind zerlegt und gesäubert :
Vorne und hinten ersetzen wir die Simmeringe, damit das Öl bleibt wo es hingehört :
Jetzt kommt Christo ins Spiel, die Verpackung des Reichstages ist ja nichts gegen einen ordentlichen B-Motor :


Auch der Anlasser soll etwas Farbe bekommen :
Zwischendurch ein paar besinnliche Momente, so eine Restauration ist ja auch was für´s Gemüt. Blicke aus Wollis Hallenfenstern :

Genug sinniert, es geht weiter mit frischem Blech. Der Kastenholm auf der linken Seite ist dran :
Und schon ist das neue Blech eingesetzt :
Akribisch geht es weiter :
Die Stirn gerunzelt ...... Passt da etwa etwas nicht ?
Inzwischen ist tatkräftige Hilfe eingetroffen, man sieht sofort : ein Mann der zupackt ! Oder so ähnlich ......
Wolli ist "not amused" :
Beim Lackieren habe ich mich mit Fotos zurückgehalten, mit meinem Asthma ist das kein Spaß. Daher geht´s hier mit dem fertigen Zustand weiter :
Der EDIC-Motor ist gereinigt, teilweise lackiert und schon wieder einsatzbereit :
Blick auf die Motor-Vorderseite mit Wasserpumpe (der Kühlerventilator liegt bei mir im Keller und wird noch gesäubert ) :
Und dann das große Finale. Alles ist wieder montiert, erstrahlt in neuem Glanz und gibt dem vorher nackten Rahmen doch eine positive Ausstrahlung :


Insgesamt war es ein tolles Wochenende mit einem, glaube ich, ansehnlichen Ergebnis. Es geht weiter, jetzt kann uns so schnell nichts mehr stoppen ....




