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Text und Fotos: Uwe Reineck

 

 

Einbau / Nachrüstung eines Ladeluftkühlers (LLK) an einem Toyota LJ 73 EZ 91 mit 2LT II Motor / 66KW (ursprünglich)

 

 

Gesprochen und geschrieben haben wir im BTT Forum schon des Öfteren, ob sinnvoll zweckmäßig usw. . Ich hatte den Gedankengang schon vor Jahren aber immer hatte ich selber persönliche Einwendungen... lohnt sich der Aufwand, die Investition ?

 

Hinzu kam das ich ein konsequenter Gegner von zusätzlichen Bohrungen und Schnitten an der Karosserie bin, ich bin ja schließlich stolz darauf einen zumindest sichtbar rostfreien LJ73 zu besitzen! Die Diskussion  im Forum verleite meinem Gedankengang neue Flügel und ich zog neue Erkundungen ein, das Ergebnis selber war aber mehr als ernüchternd, bekannte Firmen antworteten nicht mal auf  Mailanfragen bzw. Preiskalkulationen von ca. 2600 €  erstickten meinen Gedankengang im Keim, das war es mir doch nicht wert, anscheinend verdient man heute lieber das Geld leichter mit dem programmieren von Chip Tuning ohne großen Material- und Körperaufwand, Handwerklichkeit ist nicht mehr gefragt oder mein Auto zu alt L. Also schmollen oder SELBER ist der Mann.

 

Die erste Suche galt einem Ladeluftkühler mit passenden Maßen, wie gesagt ich wollte nichts ausschneiden oder sägen !!! Nach langen Recherchen aber letztendlich durch Zufall viel mir ein LLK vom Audi A2 TDI in die Hände, dieser hatte allein vom Augenmaß her die richtigen Abmessungen und (das hat nicht jeder) zwei gleiche relativ unkomplizierte Abgänge !!! Preis des LLK ca. 200,00 € .

 

 

Die Halterung habe ich dann selber gebaut, zu achten ist darauf das der Kühler nicht fest verschraubt wird, wegen der Schwingungen, ich habe meinen auf kleinen Silent- Böcken montiert, oben durch in Gummischlauch fixierte Schrauben gehalten / geführt . Da zu waren lediglich zwei neue Bohrungen für die Halterung nötig.

 

 

Alles andere war vorhanden.

Um die LLK Schläuche durch die vordere Maske / Front zu führen habe ich die vorhandenen ovalen Löcher aufgearbeitet in runde Löcher Durchmesser ca. 60mm.

 

 

Das war es an Blecharbeiten, zu mindest an der Karosserie. Um zu vermeiden dass sich die Schläuche, diese teuren L ( ca. 200 € inkl. Schlauchschellen Edelstahl)  an den Blechen scheuern habe ich mich da zu entschlossen an der Frontmaske Flansche zu befestigen.

 

 

 

an die diese LLK  Schläuche dann angeflanscht werden, so mit habe ich eine feste Justierung und es kann nichts scheuern ! Um Platz einzusparen habe ich diese Flansche gleich als 90° Bögen genommen, so passt auch wieder der Frontgrill ohne Veränderung wieder da vor. Überall wenn auch min. Luft, nichts scheuert .

Um die Wege der zu kühlenden Luft so möglich wie es geht zu optimieren, müssen zwei Dinge ausgetauscht, nach gebaut werden, die alte Brücke zwischen Turbolader

 

 

und dem Lufteingang / Ansaugbrücke und der Flansch auf der Ansaugbrücke selber.

 

 

 

 

 

Auch hier habe ich wieder Wert auf Originalität gelegt, alle Leitungen und Züge sollen ihren alten Platz behalten und weiterhin in ihrer gewohnten Leichtgängigkeit funktionieren !!! Also werden alle Halterungen und Führungen die an den alten Teilen waren auch wieder an den Neuen vorgesehen. Natürlich ist auch die Herstellung weiterer Luftleitungen nötig,

 

 

 

 

 

vom Turbolader zum LLK und der Weg vom LLK zurück zum Luftansaugung  . Edelstahl, fertige Bögen 90 Grad und 45 Grad  so wie gerade Stücke , alles im Durchmesser 50mm , ca. 300 €, Platte für den Flansch herstellen lassen, unter Freunden 30 € , auch V2A,  + Aufwand des Schweißers ca. 8 Stunden, meine Arbeit mal nicht gezählt…

 

Kritiker des LLK beim LJ 73 sprachen von zu langen Wegen, die LLK Luft wird eh wieder durch die zu langen Leitungen erwärmt... also habe ich mir noch eine kleine List ausgedacht.

 

 

(die untere Leitung im Bild)

 

Die Leitung / das Rohr nach dem LLK mit der schon gekühlten Luft, ist zwar das kürzeste Rohr und nur ca. 40cm lang aber ich habe es doppelwandig gestaltet, wie einen Boiler, nur dass ich hier nichts erwärmen will, sondern zusätzlich kühlen.

 

Voraussichtlich durch einen kleinen Motorroller-Kühler einer Pumpe und einen kleinen Ausgleichsbehälter werde ich versuchen mit einem zusätzlichen Kühlkreiskauf  die LLK Leitung vor der Erwärmung zu schützen. Ich denke die Bilder unterstützen meine Beschreibung.  Der Ehrlichkeit halber möchte ich sagen dass die Konstruktion und Montage  zwar auf meinem „Mist“ gewachsen ist, mir aber ein guter Freund, welcher der V2A Verarbeitung mächtig ist , geholfen hat.

 

An die sichtbaren „Ösen „ habe  ich noch eine Halterung angebaut, die Bohrungen an den Rohren sieht man, die an der Motorhalterung/Montagehaken in der Mitte nicht, die drei Bohrungen liegen in einer Achse und werden noch durch eine Halterung/Konstruktion verbunden. Siehe Foto nach Montage…

 

 

 

Auf die Frage hin was das alles nun gebracht hat, da muss ich Euch leider noch etwas hin halten, mein Auto ist in den Wintermonaten abgemeldet und steht auf  kleinen „Füßen“ im trockenen in der Garage,

 

 

 

ein Vergleich würde die Montage meiner 33iger Räder erfordern und da ich mir vor ca. 2 Wochen das Kreuzband im linken Knie abgerissen habe und eine OP ansteht, ist das nicht möglich, da müsst Ihr Euch bis zu Frühjahr gedulden, ich hoffe Euch hat der Beitrag gefallen und unter Umständen Mut gemacht selber etwas zu machen... Wer mehr Bilder sehen möchte, einfach eine Mail schicken, dann könnte ich wenn gewünscht die Bilder als gesamte Datei versenden, ich habe noch detaillierte Fotos gemacht, die andere Art wäre sich persönlich ein Bild beim nächsten BTT zu machen oder einfach mal vorbei kommen…

 

Gr. Uwe Reineck  Forum Name UR66      

Eisenach 14.11.2007

 

 

Zum Abschluß oder Anhang noch ein paar komplette Bilder nach dem Einbau…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
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